Hotspots in Karlsruhe entdecken

Regelmäßig richtet das Branchennetzwerk EnergieForum mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft EnergieTouren aus. Gemäß dem Slogan "Energie live erleben" führen die Touren zu energetischen Leuchtturmprojekten der SmarterCity Karlsruhe. Vor Ort berichten Fachleute über ihre Pilotprojekte und stehen anschließend für Fragen zur Verfügung. Bei der letzten Tour informierten sich 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die neuartige Absorptionsanlage im neuen Synus-Gebäude beim ZKM und den innovativen Eisbreispeicher der Hochschule Karlsruhe. 

Tourbericht

Erste Station der von Andrea Bühler vom EnergieForum Karlsruhe geleiteten Tour war das neue Synus Gebäude in der Gartenstraße. Das Bürogebäude besticht durch seine einzigartige Architektur in Verbindung mit einem hocheffizienten Klimamanagement. Jürgen Disque, Abteilungsleiter Anlagenmanagement bei den Stadtwerken Karlsruhe, stellte das von den Stadtwerken realisierte Pilotprojekt einer innovativen Kälteerzeugungsanlage vor. Bei dieser neuen Technologie erfolgt die Klimatisierung des Gebäudes durchgehend mittels Fernwärme.

 

Anschließend stand das Innovationsthema Eisbreispeicher und Klimatechnik auf dem Programm. Diese in Deutschland noch recht neue Technologie, die zur Klimatisierung von Gebäuden genutzt wird, wurde von Professor Michael Kauffeld, Prodekan der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik am Institut für Kälte- Klima und Umwelttechnik der Hochschule Karlsruhe, vorgestellt. Die Hochschule ist führend in diesem Bereich. Sie entwickelte und baute eine große Eisbreispeicheranlage in Karlsruhe. Bereits 2013 wurde in der Mensa der Hochschule am Adenauerring die weltweit erste Flüssigeis-Anlage eingeweiht. Da die Anlage mit dem umweltfreundlichen Propangas R290 betrieben wird, entstehen bei dieser Technologie nur sehr geringe Mengen an Treibhausgasen. Das erfolgreiche Pilotprojekt, das in Kooperation mit dem Studentenwerk Karlsruhe realisiert wurde, wird nun in weiteren Gebäuden eingesetzt.

 

"Wir freuen uns über das große Interesse an den Karlsruher Energie-Hotspots. Das zeigt uns: der Informationsbedarf rund um innovative Technologien im Energiebereich ist hoch" erläutert Michael Kaiser, Direktor der Wirtschaftsförderung Karlsruhe, das Konzept. Mit seinen zahlreichen Innovationsprojekten im Energiebereich könne sich Karlsruhe als Vorreiter im Energie-Sektor positionieren. Zu den Teilnehmern der Touren zählen Unternehmen, Planungs- und Ingenieurbüros sowie Institute aus Wissenschaft und dem IT-Bereich. Zudem gibt es zahlreiche überregionale und internationale Anfragen. In diesem Jahr kamen die meist hochrangig besetzten Delegationen aus dem benachbarten Frankreich ebenso wie aus Indien, Texas/USA sowie Taiwan.

 

"Bei der EnergieTour kommen Unternehmen und Institutionen zusammen. Das fördert den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und trägt zum Kompetenz- und Technologietransfer in beide Richtungen bei. Gemeinsam analysieren wir neue Themen und erarbeiten im Netzwerk Lösungen für die SmarterCity Karlsruhe" erklärt Andrea Bühler vom EnergieForum. So werde die EnergieTour auch zum Impulsgeber für neue Projekte in Richtung Energiewende.

Sind Sie neugierig geworden? Hier geht es zur Energietour oder Technologietour.

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