Engagement in Polen über die Deutsch-Polnische Stiftung "Neue Energie"

Nach einjähriger Vorbereitungszeit ist am 21.05.2012 in Warschau mit Beteiligung des EnergieForum Karlsruhe die Gründung der Deutsch-Polnischen-Stiftung „Neue Energie“ notariell beurkundet worden.

Notarielle Beurkundung der Stiftungssatzung in Warschau

Sie entstand als eine internationale Initiative deutscher und polnischer Fachleute, die im Bereich erneuerbarer Energie und ICT (Information and Communications Technology) tätig sind. Die Gründung der Stiftung stellt einen ersten Brückenschlag zur Erschließung des osteuropäischen Marktes dar.Der erste Besuch einiger Vertreter des Kompetenz-Zentrums Energie Karlsruhe im Sommer 2011 führte zu der Absicht der polnischen Kollegen, bei ihrem Projekt zum Aufbau der Stiftung, das Modell des aus dem EnergieForum Karlsruhe entstandenen Kompetenz-Zentrum Energie (www.kze-karlsruhe.de) als Vorbild zu nehmen und die deutsche Seite um Assistenz zu bitten.

Die strategische Grundlage der Stiftung ist die Unterstützung von Initiativen, die der Entwicklung von erneuerbaren Energien in Polen in der Perspektive der Jahre 2020, 2030, 2050 dienen, und zwar in allen begleitenden Bereichen wie Wissenstransfer, Aufbau von Technologiezentren, Entwicklung von Konzepten zur regionalen Energiewirtschaft, Sanierung von Liegenschaften, Durchführung von Projekten. Die Stiftung, in deren Beirat die Wirtschaftsförderung Karlsruhe den Vorsitz hat und die paritätisch mit polnischen und deutschen Vertretern besetzt ist, begleitet Investoren, Produzenten, ausführende Firmen und lokale Regierungen bei der Vorbereitung und bei der Durchführung von Projekten aus dem Bereich der erneuerbaren Energien.

Die Deutsch-Polnische Stiftung „Neue Energie“ wird auch die Rolle einer Brückenfunktion im Bereich erneuerbare Energien zwischen Westeuropa und weiteren osteuropäischen Ländern, wie Ukraine, Weißrussland und Russland, übernehmen. Aus diesem Grund bot sich die in Ostpolen liegende Landesstadt Lublin als ideale Lösung für einen Hauptsitz der Stiftung, denn in Bezug auf das internationale Zusammenwirken in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Handel weist dieser Ort in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg eine lange Tradition auf.

Bereits im Sommer 2012 begannen die ersten zwei der insgesamt 10 definierten gemeinsamen Projekte. Die Finanzierung erfolgt nach den Planungen aus regionalen und EU-Fördermitteln in Polen.

Die enge Kooperation polnischer Institutionen und Unternehmen mit den Unternehmen der Region Karlsruhe im Rahmen der Aktivitäten dieser Stiftung unterstreicht das Ziel der Karlsruher Politik zur weiteren Entwicklung des Technologiestandortes Karlsruhe und seiner Institute. Die im Kompetenz-Zentrum Energie Karlsruhe zusammengeschlossenen Unternehmen und Institute werden an den Projekten durch Aufträge, Unteraufträge und andere Arten der Kooperation teilhaben. Mit der Hochschule Karlsruhe für Wirtschaft und Technik und der Hochschule in Lublin soll es gemeinsame Aktivitäten geben.

Die Stiftungsgründer sind (von polnischer Seite) Robert Szlezak, Jaroslaw Martyniuk und Anna Szymanska, (von deutscher Seite) Dieter Schall und Erwin Meurer. Alle Gründer sind Vorstände oder Geschäftsführer im eigenen Unternehmen. Die Funktion des Geschäftsführers der Stiftung übernimmt Robert Szlezak. Den Vorsitz des Stiftungsbeirates übernimmt stellvertretend für die Wirtschaftsförderung Karlsruhe der Clustermanager des EnergieForum Diethelm Rumpel. Das Amt des Sekretärs des Vorsitzenden des Beirates übernimmt Frau Dr. Henriette Ullmann, IBIK Consulting KG ( hu@ibik-consulting.com), die gleichzeitig auch das Koordinationsbüro der Stiftung leiten wird. Der Stiftungsbeirat setzt sich aus herausragenden Wissenschaftlern, darunter auf polnischer Seite Prof. Marcin Paprzycki vom Institut für Systems Research der Polnischen Akademie der

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