Wissen, auf was es ankommt

Unternehmen auf dem Weg nach Indien begleiten

In einem vom Karlsruher Energieforum mit organisierten Expertenworkshop ging es im Rahmen der SmarterCity-Initiative der Wirtschaftsförderung Karlsruhe Mitte Oktober 2017 um das Thema „Markteintritt in Indien“. Schließlich bietet der Wachstumsmarkt Indien mit rund 1,2 Milliarden Einwohnern deutschen Firmen und Forschungseinrichtungen – auch in der Region Karlsruhe – immense Geschäfts- und Kooperationschancen.

In einem Expertenworkshop ging es im Rahmen der SmarterCity-Initiative der Wirtschaftsförderung Karlsruhe Mitte Oktober 2017 um das Thema „Markteintritt in Indien“. Schließlich bietet der Wachstumsmarkt Indien mit rund 1,2 Milliarden Einwohnern deutschen Firmen und Forschungseinrichtungen – auch in der Region Karlsruhe – immense Geschäfts- und Kooperationschancen. „Besonders in den Bereichen Digitalisierung und Smart Cities setzt die Modi-Regierung auf radikale Transformationsprozesse“, so Simone Pflieger von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe: „Dabei ist Know-How aus aller Welt gefragt.“

Ob IT-, Automotive-, Energy- oder Nanotechnology-Cluster: Da oftmals kleine und mittelständische Unternehmen bei der konkreten Planung eines Markteintritts aber von bürokratischen Hürden und unternehmerischen Risiken abgeschreckt werden, war hier der konkrete Ansatzpunkt. Großes Plus dabei ist die exzellente Vernetzung über das India Board, das interessierten Firmen durchaus praktische Hilfestellungen liefern kann.

Stark im Fokus waren unter anderem die Themen Fianzierung und praktische Umsetzung, Steuerwesen oder auch praktische Erfahrungen rund um Fallstricke bei Kooperationen. Auf diese Punkte setzte der Expertenworkshop, unter anderem mit Vorträgen von Frank Dsouza und Aabha Lekhak von „PWC Mumbai“ und Burkhard Wiegert von „Dr. Wamser + Batra“. Die Wirtschaftsförderung Karlsruhe stellte den Indien-interessierten KMUs und Institutionen in diesem Workshop Expertenwissen aus erster Hand zur Verfügung, um ihre Schritte nach Indien zu erleichtern – mittels Antworten auf konkrete Fragen, „Schritt für Schritt-Anleitungen“ oder Best Practice-Beispielen. Dabei reichten Infos und Fragen rund um „Industrial Policy“, „Goods + Services Taxes“, „Incubation Centers“, „Inbound Strategy“, „Capital Requirements“ und unterschiedliche Steuersätze für Firmenformen. Verbesserungen habe es schon in den ersten 100 Tagen der neuen Verordnungen gegeben, so Lekhak: „Wir gehen zudem davon aus, dass es schon im weiteren Verlauf des Jahres stabil laufen wird.“ Stark nachgefragt war in diesem Kontext auch das Thema der unterschiedlichen Besteuerung für bestimmte Produkte in den einzelnen indischen Bundesstaaten.

Ob Shareholdervertrag, „Articles of Association“, Vollmachten, Verträge – ob Schwierigkeiten oder Verlockungen: Gängige Probleme mit Joint Ventures zeigte Wiegert auf, der als Senior Consultant mit den Themen „Finance & Compliance“ zu tun hat – und dabei auf eine langjährige Tätigkeit in Indien blickt. „Chalta Hai“ [kuriose Beispiele], die indische Einstellung, die man (aus dem Hindi) durchaus übersetzen kann mit „es geht“, „es reicht“ oder „irgendetwas wird schon gehen“. Was aber durchaus auch in einem Unternehmen mit „why make it better if it works“ übersetzt werden kann – und das eben gerade in einem Joint Venture zu „Verstimmungen“ führen kann, so Wiegert: „Mit solchen Problemen haben deutsche Firmen oft in Indien zu kämpfen“. Übrigens forderte PM Modi unlängst am Unabhängigkeitstag die Abkehr von der „Chalta Hai“-Attitude. Vielmehr müsse es „Badal Sakta Hai“ werden („es kann sich ändern“), denn diese indische Nonchalance hätte sich zu sehr breit gemacht, sei ein Feind der Verbesserung. Abschließend konnten die Teilnehmer mit den Experten ins Detail gehen. (jow)

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