Loft in ehemaligem Holzlager

Im März 2004 wurde die Wohnung im ehemaligen ca. 90 m² großen Holzlager und im etwas tieferliegenden, ca. 20 m² großen Seitenflügel komplett entkernt. Da das ursprüngliche Holzlager keine tragenden Innenwände hatte, konnten sämtliche Innenwände problemlos entfernt werden. Die Holzsparren des Daches wurden in Absprache mit dem Denkmalamt um ca. 40 cm angehoben, die bisherige Raumhöhe von 2,20 m wurde auf 2,60 m erhöht. Die Außenwände der Ost- und der Südfassade wurden teilweise komplett ausgetauscht und in Holzständerbauweise neu errichtet. Die Ziegelwand mit den vorhandenen Fensteröffungen der Westfassade blieben erhalten. Die Bereiche Wohnen, Arbeiten, Kochen und Essen sind offen gestaltet. Eine Treppe führt vom offenen Wohnraum auf den ca. 40 m² großen Dachgarten. Im tieferliegenden Seitenflügel sind das Bad und ein japanischer Ruhe- und Schlafraum eingerichtet. Bauherr und Architektin verbindet die Liebe zu Japan. Entsprechende Vorlieben für reduzierte Ästhetik, Ruhe und Konzentration sollten auch in der Architektur umgesetzt werden. Es bestand der Wunsch nach modernem, offenem Wohnen in der Innenstadt mit Licht und Raum, Grün und Luft sowie ein Leben in einer Hausgemeinschaft mit ausreichend Privatheit. Diese Bauaufgabe sollte mit einfachen Mitteln umgesetzt werden.

Energiekonzept

Zur besseren Nutzung solarer Einträge wurden Oberlichter eingebaut. Die neue Ost- und Südfassade besteht aus lackierten Holzplatten aus Red Cedar Clears. Die alte Ziegelwand der Westfassade wurde mit einem 200 mm starken Wärmedämmverbundsystem versehen. Eine einfache Abluftanlage sichert dauerhaft gute Raumluft. Somit entfallen unkontrollierte Wärmeverluste durch Fensterlüftung insbesondere im Winter. Beheizt wird das Gebäude mit einer Gasbrennwertheizung. Der Heizwärmebedarf liegt bei 80 kWh/m²a. Das gesamte Gebäude wurde energetisch saniert und entspricht heute dem Standard eines Niedrigenergiehauses. Die Maßnahme wurde durch das KfW-Gebäudesanierungsprogramm gefördert.

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